#pflegehorizonte 2021 - am 18.11. in Oldenburg Louisa Jauer

Über

Meine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege absolvierte ich von 2008-2011 in der DRK-Schwesternschaft Clementinenhaus. Nach meiner Ausbildung arbeitete ich 3 Jahre auf einer gastroenterologischen Station. In dieser Zeit studierte ich bereits berufsbegleitend Pflegepädagogik an der Hochschule Hannover, mit dem Abschluss Bachelor of Arts 2014.

Erste Erfahrungen als Pflegepädagogin durfte ich in der APS Akademie für Pflege und Soziales machen.

Nach einiger Zeit zog es mich aber wieder zurück ins “Clemi” und entschied mich für das berufsbegleitende Studium “Schulleitungsmanagement für Bildungseinrichtung im Gesundheitswesen”, das ich 2017 erfolgreich abschloss. Während dieser Zeit übernahm ich bereits die stellvertretende Schulleitung der Krankenpflegeschule Clementinenhaus. 2020 übernahm ich die Schulleitung gleichzeitig mit den neuen Herausforderungen der generalistischen Pflegeausbildung.

Die Pflege hat noch nie so viel innovatives Denken gefordert wir jetzt: Pflegekräftemangel, Pandemie, Generationenwechsel,…

Es gibt genügend Gründe, kreative Denkansätze auszuprobieren zu wollen (oder sogar müssen), um eine andere, bessere Richtung für die Pflege einzuschlagen.

Es gibt einige Problemlösungsansätze, die Führungskräfte in Pflegeeinrichtungen andenken können, aber auch im finanziellen Sektor lässt sich noch einiges verbessern. Der Kongress “Pflegehorizonte” bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Denkansätzen zu beschäftigen. Und genau das brauchen wir: Anders denken. Die traditionellen Lösungsansätze greifen seit Jahren nicht und trotzdem werden sie immer wieder angeführt, um Pflegekräfte zu halten.

Mein Ansatz startet deutlich früher: Als Schulleiterin einer Berufsfachschule Pflege habe ich mich den Herausforderungen der generalistischen Pflegeausbildung gestellt und begeistere junge Menschen für einen aufregenden, schönen, anspruchsvollen und wichtigen Beruf mit Zukunft.

Die Bedingungen in der theoretischen Ausbildung sind stark vorgegeben und die (Aus-) Bildung der jungen Menschen ist in der Schule leicht, wenn auch nicht einfach: Unser Kerngeschäft ist Bildung.

Anders sieht es in der praktischen Ausbildung aus: Das Kerngeschäft ist Pflege und sind die Patienten, die Auszubildenden spielen eine wichtige Rolle, aber immer hinten den Patienten. Das macht es für die ausbildenden Pflegekräfte und Praxisanleiter unter den jetzigen BEdingungen fast unmöglich gute Ausbildung sicherzustellen. Vielerorts werde die Auszubildenden als günstige Arbeitskräfte gesehen, als jemand mit “2 Händen”, der anpacken kann.

So gewinnt man aber kein Personal, so verschreckt man junge Menschen, aus einem Beruf, den sie mit Bedacht gewählt haben.

Neben den vielen Ansätzen, die auf Leitungsebene angedacht werden müssen, bin ich davon überzeugt, dass die Pflegeausbildung nicht getrennt Theorie und Praxis betrachtet werden kann.

Lernortkooperation ist einer der wichtigsten Bausteine im Gelingen einer fundierten, guten und zukunftsfähigen Ausbildung und trotzdem gehen die Bemühungen der Entscheider dahin, dass die Schule losgelöst von der Praxis agiert und funktioniert, mit monetären Mitteln als Anreiz. Jeder kriegt Geld nur für das, was er tut.

Das widerspricht meiner Idee von Kooperation und so setze mich dafür ein, mit meinen Kooperationspartnern über das geforderte Maß hinaus in den Austausch zu gehen und gemeinsam die generalistische Ausbildung bestmöglich umzusetzen. Einige der Ansätze möchte ich bei dem Kongress “Pflegehorizonte” vorstellen.

Vortragsthema bei den
Pflegehorizonten 2021

Kooperation in der generalistischen Pflegeausbildung – wie Pflegeschule und Institutionen erfolgreich zusammenarbeiten