#pflegehorizonte 2021 - am 18.11. in Oldenburg Prof. Dr. Martina Hasseler

Über

Als Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin sowie habilitierte Rehabilitationswissenschaftlerin liegt mein Schwerpunkt als Hochschulprofessorin auf innovative Lehre mit Verbindung von Theorie, Forschung und Praxis sowie auf eine angewandte Forschung.

Die Grundlage für meine Arbeit und meine Interessen liegen in meiner Ausbildung zur Pflegefachperson, die ich vor vielen Jahren erfolgreich absolviert habe. Unterschiedliche praktische Erfahrungen nach meiner Ausbildung im Bereich der Pflege (Krankenhaus, ambulante Pflege, Pflegeheim) sowie im internationalen Raum legten die Grundlage für meinen kritisch-reflektiven Blick auf die Gesundheits- und Pflegeversorgung. Mein Weg führte über den zweiten Bildungsweg (Abitur nach der Ausbildung), Studium und Promotion – in Teilen jeweils auch über Stipendien finanziert, zur Hochschulprofessur und berufsbegleitend auch zur Habilitation.

Insbesondere intendiere ich mit meinen Forschungsprojekten, neue Erkenntnisse für eine qualitativ hochwertige gesundheitliche und pflegerische Versorgung zu erhalten. Des Weiteren möchte ich mit meiner Forschung zu einer Verbesserung der Rahmenbedingungen von Gesundheit und Pflege sowie der berufsgruppen- und settingübergreifenden Zusammenarbeit und Qualifikation von Gesundheits- u. Pflegeprofessionen beitragen.

Vortragsthema bei den
Pflegehorizonten 2021

Blick ins EU-Ausland – wie digitale Pflegelabore die Ausbildung professionalisieren.

4 Fragen an Martina Hasseler

Warum ist es so wichtig, dass Ihr Thema beim Kongress vorgestellt/ thematisiert wird? Wie ist dessen Relevanz? 

Wir haben in Deutschland bezogen auf Pflegeberufe und Bedingungen in der Pflege in allen Sektoren und Settings große Probleme. Vor allem gilt, wir sind nicht mehr konkurrenzfähig mit vielen anderen Ländern. Das Bild der Pflegeberufe ist teilweise obsolet wie auch die Pflegeausbildung trotz eines Pflegeberufegesetzes nicht für die Zukunft ausbildet. Es fehlen wesentliche Inhalte für eine zukunftsgerichtete Ausbildung. Aus diesem Grunde möchte ich den Blick auf andere Länder lenken, damit wir verstehen, aus welchen Gründen diese uns voraus sind, aber auch um die Frage zu stellen, was können wir lernen und was müssen wir verbessern, damit wir Pflegeberufe nicht nur als Profession erhalten, sondern auch einen modernen Beruf gestalten.

Was dürfen die Teilnehmer:innen vom Workshop erwarten? 

Die Teilnehmenden können von diesem Kongress erwarten, nicht nur neue Ideen für die Pflege zu hören und zu diskutieren, sondern in den Workshops auch neues Handwerkszeug zu erlernen, um die Herausforderungen der Praxis angehen zu können.

Wie ordnen Sie den Kongress in den Kontext der Pflege ein? Inwiefern hat er für die Branche Bedeutung?

Dieser Kongress hat für die Branche eine Bedeutung, weil er viele aktuellen Themen lösungsorientiert aufgreift. Er will zum Handeln und zum Netzwerken motivieren.

Welche Personen aus der Pflege- und Gesundheitsbranche haben Ihrer Meinung nach weitere tolle Ideen? 

Neben Melanie Philipp? Nein Leitbilder in der Pflege habe ich tatsächlich nicht. Außer tatsächlich Sabine Brase, die für den Bereich der Krankenhäuser tolle Ideen hat & auch Teil der Pflegehorizonte sein wird.